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Berchtesgadener-Anzeiger vom 20.04.2026, Fotos Bernhard Staggassinger
Ramsauer Trachtler feiern mit
Patenverein den Jahrtag
Der GTEV D Achentaler und GTEV D Untersberger feiern gemeinsam den Ramsauer Jahrtag, mit Ehrungen der langjährigen Mitglieder.
Im Kirchenzug marschierten die beiden Traditionsvereine mit ihren Fahnen, der von der Ramsauer Musikkapelle angeführt wurde, in die Pfarrkirche St. Sebastian. Pfarrer Herwig Hoffmann zelebrierte den feierlichen Gottesdienst der von den Bläsern der Ramsauer Musik umrahmt wurde. Zur Heldenehrung am Kriegerdenkmal, legte Vorstand Michael Brandt mit ehrendem Nachruf einen Kranz nieder, dazu salutierten die Weihnachtsschützen an ihrem Standplatz dem Riesenbichl.
Im Festzug kehrten die Trachtler in den Gasthof Oberwirt ein, wo der 1. Vorstand Brandt die Festgäste begrüßte, darunter eine Reihe Ehrengäste, Margit und Erich Puritscher, Franz Irlinger, Franz Rieder und nicht zuletzt unsere Fahnenmutter Annemarie Vogl, den Patenverein der Untersberger Stamm mit dem Vorstand Richard Grüsser und der Fahnenabordnung. Die Grußworte kamen auch vom 3. Bürgermeister Richard Graßl und bedankte sich bei den Achentalern die bei den örtlichen Festen immer zur Stelle sind in sauberer Tracht. Michael Brandt durfte nun die langjährigen Mitglieder für ihre Treue zum Verein ehren, und allen eine Urkunde überreichen.
Für 25 Jahre wurde Maximilian Niedermayer geehrt
Für 40 Jahre: Judith Graßl, Vroni Kurz, Margit Puritscher,
Für 50 Jahre: Marianne Heitauer
Für 60 Jahre: Annelies Votz
Für 65 Jahre: Annelies Datzmann, Mathilde Kuchlbauer und Jakob Stöckl
Die Geehrten wurden zu den Ehrentänzen aufgefordert. Die Kinder der Jugendgruppe und die Aktivengruppe sorgten für einen unterhaltsamen Nachmittag, mit ihren Tanzeinlagen.
„Sind unsere Bräuche noch zeitgemäß? Was bringen Sie der Gesellschaft, und wie prägen sie heute noch unser Leben“?
In Zusammenarbeit mit dem Landesverein für Heimatpflege veranstaltete der Bayerische Trachtenverband wieder seine beliebten Holzhauser Gespräche im Landkreis Landshut.
Man ging unter anderem, der Frage nach, ob und wie Bräuche auch in heutiger Zeit das Leben der Menschen beeinflussen und prägen.
Michael Ritter vom Landesverein für Heimatpflege gab in einem interessanten Impulsvortrag einen Einblick in die Welt der Bräuche, Riten und Traditionen.
Unter den Podiumsgästen waren: Magdalena Gruber, Jugendleiterin des Trachtenverein Lindenthaler-Hebertsfelden, eine junge Trachtlerin, die mitten im Leben steht und trotzdem Wert auf Bräuche und Traditionen legt.
Michael Brandt, Vorstand des GTEV D´Achentaler Ramsau, Gebietsvertreter des Gebiets Berchtesgaden im Gauverband I und als Zuagroaster mit Wurzeln an der Deutschen Nordseeküste, quasi ein "kultureller Mischling", der mit Herz und Seele Trachtler ist.
Prof. Dr. Daniel Drascek, Lehrstuhlinhaber für Vergleichende Kulturwissenschaft an der Uni Regensburg. (“Aktuelles - Universität Regensburg”)
Moderiert wurde der Abend von Dr. Rudolf Neumaier, dem Geschäftsführer des Landesverein für Heimatpflege.
Prof. Drascek, verwies u.a. darauf, dass man in den 90er Jahre noch der Überzeugung war, auf eine globale Welt zuzusteuern. Auf eine globale Einheitskultur. Es gab große Kulturtheoretiker, die davon ausgingen, dass wir im Jahr 2000 in einer posttraditionellen Welt leben, eine Welt in der Tradition überhaupt keine Rolle mehr spielt und dass es irgendwann mal eine globale Einheitskultur geben wird.
Die Wirklichkeit sieht heute aber anders aus, und das ist nicht zuletzt auch ein Verdienst der Trachten- bzw. Brauchtumsvereine.
Sollen Traditionen und Bräuche lebendig bleiben, braucht es das Wiederkehrende, das Miteinander und den Mut die Schublade der Veränderungen zu öffnen, soweit das Neues hineinpasst aber nichts Altes herausfällt. Mit dieser Erkenntnis entwickelte sich ein reger Austausch, wo man die Interessen der Trachtenvereine deutlich darlegen konnte, so Michael Brandt.
Musikalisch umrahmte die "Brotzeitmusi" den angenehmen Abend, der eine Wiederholung wünschenswert machte.
Foto (Privat): Ernst Tahedl Stellvertretender Landesvorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes, Dr. Rudolf Neumaier Geschäftsführer des Bayerischen Landesverein für Heimatpflege, Prof. Dr. Daniel Drascek von der Universität Regensburg, Christian Kammerbauer Stellvertretender Landesvorsitzender des Bayerischen Trachtenverbandes, vom Trachtenverein Lindenthaler-Hebertsfelden Magdalena Gruber, Michael Ritter ebenfalls vom Landesverein für Heimatpflege und Gebietsvertreter und Vorstand der Achentaler Ramsau Michael Brandt im vollbesetzten Cafe-Komod.
Foto (Privat): v. l.: Viktoria Eder, Franzi Keilhofer, Magdalena Wegscheider, Hannes Niedermayer, Johannes Suhrer und Vorstand Michael Brandt. Es fehlen auf dem Foto: Teuta Scheidsach und Steffi Wegscheider.
Das Vereinsjahr des GTEV D’Achentaler Ramsau
fand mit der 106. Generalversammlung seinen Abschluss.
Nach der gemeinsamen Wort-Gottes-Feier in der Pfarrkirche St. Sebastian begrüßte Michael Brandt die Mitglieder zu einem harmonischen Abend im Gasthaus Waldquelle. Besonders begrüßt wurden die Fahnenmutter Annemie Vogl, die Ehrenmitglieder, der Vereinsausschuss sowie der 3. Bürgermeister Richard Graßl. Entschuldigt war der Ehrenvorstand der Achentaler Richard Wurm, sowie der 2. Vorstand Franz Rieder. Alle aus gesundheitlichen Gründen abwesenden Mitglieder wurden Genesungswünsche ausgesprochen.
Im Rahmen der Versammlung wurde der verstorbenen Mitglieder gedacht. Von Erhard Maltan, Erhard Bergmüller, Josef Stöckl und Annelore Graßl mussten sich die Achentaler im zurückliegenden Vereinsjahr verabschieden.
Der Verein zählt aktuell 269 Mitglieder über 16 Jahre, darunter sieben Neuzugänge, die sich aktiv in die Pflege und den Erhalt der Trachtensache einbringen.
Der Schriftführerbericht, vorbereitet von Regina Rieder und vorgetragen von Martha Suhrer, sowie der erste Kassenbericht von Peter Keilhofer wurden präsentiert. Die Kassenprüfung bestätigte eine ordnungsgemäße Führung und empfahl die Entlastung der Vorstandschaft.
Jugendleiterin Alexandra Rieder hob die Bedeutung der Jugendarbeit für die Bewahrung von Traditionen hervor. Die Aktivengruppe bereicherte das Vereinsjahr durch zahlreiche Auftritte, und auch wenn es um praktische Hilfe ging, waren sie zuverlässig dabei.
Das Jahr war geprägt von fünf Jubiläumsfeiern, darunter das Doppeljubiläum der Ramsauer Veteranen und Feuerschützen, die 75. Gauwallfahrt nach Maria-Eck, das 125-jährige Jubiläum der Saalachthaler in Bad Reichenhall und das 200-jährige Gründungsfest der Berchtesgadener Marktmusik. Weitere Höhepunkte waren der Ramsauer Trachtenjahrtag, das Gaufest in Traunstein sowie das Dorf- und Kaserfest.
Besonders hervorzuheben ist die erfolgreiche Sanierung des Kaserdachs, eine Gemeinschaftsaktion mit den Weihnachtsschützen, der Gemeinde und dem Bauhof. Die Investitionen sichern den Fortbestand des Vereinsheims und erfordern großes Engagement aller Beteiligten.
Der Vorstand berichtete zudem von seiner Teilnahme an der Landestagung des Bayerischen Trachtenverbandes in Marktoberdorf und einer Podiumsdiskussion im Haus der Bayerischen Trachtenkultur in Holzhausen.
Abschließend dankte Michael Brandt allen Mitgliedern, Helfern, Spendern und Unterstützern für ihr Engagement und wünschte ein gesegnetes, gesundes Jahr 2026. Mit dem Wahlspruch „Treu dem guten alten Brauch“ wurde die Versammlung beendet.
Lustig ging es am Faschingswochenende im Vereinskaser der Achentaler zu.
Zwei Mitglieder des GTEV D `Achentaler zum Ehrenmitglied ernannt.
Die Ramsauer Trachtler und der Patenverein D`Untersberger feiern gemeinsam den Jahrtag.
Die beiden Vereine zogen mit ihren Fahnen angeführt von der Musikkapelle Ramsau in die Pfarrkirche St. Sebastian, wo der feierliche Gottesdienst von Pfarrer Herwig Hoffmann zelebriert wurde. Am Kriegerdenkmal legte der Vorstand Michael Brandt mit ehrendem Nachruf einen Kranz nieder, zu ehren der verstorbenen, gefallenen und vermissten der Weltkriege, dazu salutierten die Ramsauer Weihnachtsschützen an ihrem Standplatz, dem Riesenbichel.
Im Gasthof Oberwirt gab es die Grußworte des 1. Vorstand Michael Brandt, der eine Reihe Ehrenmitglieder und Ehrengäste begrüßen durfte. Zum Höhepunkt des Festtages standen die Ehrungen der Treuen Mitglieder des Trachtenvereins auf der Tagesordnung.
Michael Brand ehrte 14 Trachtlerinnen und Trachtler und zeichnete sie mit Urkunden und Ehrennadeln aus. Eine besondere Ehrung verlas der Vorstand, Sebastian Fendt, der 80 Jahre den Achentalern die Treue hielt, sich aber aus gesundheitlichen Gründen entschuldigt hatte. Die geehrten wurden zu den Ehrentänzen aufgefordert, die die Ramsauer Musikkapelle anstimmte.
Der Vorstand durfte die scheidende langjährige Jugendleiterin Katrin Stutz, die 12 Jahre intensiv die Jugendarbeit gepflegt hatte, mit dankenden Worten und einem Geschenk verabschieden. Die Kassiere Florian Rehlegger und Sepp Maltan hatten ihre Ämter aus beruflichen Gründen abgegeben, und wurden ebenso mit lobenden Worten für ihre zuverlässige Arbeit verabschiedet.
Der Vorstand hatte noch weitere besondere Auszeichnungen parat, und durfte zwei Vereinsmitglieder als Ehrenmitglieder des Trachtenvereins ernennen.
Margit Puritscher gehört seit 1986 in prägender Weise den Trachtenverein an, sie war 6 Jahre lang Dirndlvertreterin der Aktiven und anschließend 18 Jahre lang Jugendleiterin der Achentaler. Seit 2014 ist sie Trägerin des goldenen Ehrenzeichen der Bayrischen Trachtenjugend, ist Beisitzerin des Vereinsausschusses, das ist eine beachtliche Leistung, die besonderes verdient, so der Vorstand und durfte ihr die Urkunde als Ehrenmitglied der Achentaler überreichen.
Der 2. Vorstand Franz Rieder ist 1983 dem Verein beigetreten, war langjähriger Fahnenbegleiter , ist Fähnrich seit 2009-2024 und präsentierte bei kirchlichen und weltlichen Festen, bei Vereinsjubiläen, die Vereinsfahne in zuverlässiger Weise. Für diese besonderen Verdienste wurde er als Ehrenmitglied des GTEV D Achentaler ernannt. Richard Grassl 3. Bürgermeister, gratulierte den Geehrten und überbrachte die Grußworte der Gemeinde Ramsau, und dankte dem Verein, der immer das Kulturelle Bild der Ramsau pflege. R.R.
Vorstand des GTEV D‘Achentaler erneut in seinem Amt bestätigt
Jahreshauptversammlung des GTEV D´ Achentaler in der Ramsau, mit Neuwahlen. Michael Brandt wurde wieder als 1. Vorstand gewählt.
Die Einladung zur Jahreshauptversammlung erfolgte satzungsgemäß. Traditionell wurde die Wortgottesfeier von Manfred Weber in der Pfarrkirche St. Sebastian gehalten, in der auch der verstorbenen Mitglieder des Trachtenvereins gedacht wurde.
Im Wirtshaus Waldquelle konnte der Vorstand die Versammelten begrüßen, darunter eine Reihe Ehrenmitglieder, und gab die Tagesordnung bekannt. Die Schweigeminute galt der verstorbenen Mitglieder der Achentaler.
Das Standbein der Achentaler ist gesichert, freute sich Michael Brandt und durfte zehn neue Mitglieder die Vereinsatzung überreichen, als aktive Mitglieder: Lena Baltasar, Rosina Keilhofer, Johanna Scheul, Korbinian Gschoßmann, Maxi Stöckl, Michael Wegscheider, passive Mitglieder wurden: Franziska Schwab, Angelika Zechmeister, Dr. Mathias Irlinger und Andreas Sieger.
Schriftführerin Regina Rieder ließ in Ihrem Bericht das Vereinsjahr noch einmal Revue passieren, und hob die verschiedenen Festlichkeiten hervor.
Florian Rehlegger legte den Versammelten geordnete Finanzen mit seinem Kassenbericht dar. Die Kassenprüfer und die anwesenden Vereinsmitglieder erteilten dem Kassier die Entlastung.
Jugendleiterin Alexandra Rieder konnte viel Positives von ihren Schützlingen berichten, die ein gefülltes Jahr bewältigten. Mit vielen Plattlerproben und Auftritten, und nicht zuletzt das gute Abschneiden beim Jugendpreisplatteln. Sie gab zu bedenken, dass es nicht immer leicht sei, die originale Tracht für die Kinder zu beschaffen, das ist mittlerweile ein kostspieliges Hobby und eine Herausforderung für die Eltern geworden.
Vorstand Michael Brandt blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück, und erläuterte das liebgewonnene Joa ausse Festei zum Jahresausklang. Das Dreikönigssingen in der Pfarrkirche, die Gauwallfahrt nach Maria Eck, den Schützen- und Trachtenjahrtag, das Gaufest, den Volkstanzkurs der Vereinigten Trachtenvereine des Berchtesgadener Landes, das in der Ramsau beim Oberwirt stattfand, usw. Ebenso viele Termine auf der Gauebene. Brandt bedankte sich bei der Vorstandschaft. Richard Graßl der als Wahlleiter fungierte, bat um die Entlastung, bevor er zu den Neuwahlen schritt. Dank der guten Vorbereitung vom Vorstand, konnten die Wahlen zügig durchgeführt werden. Die bisherige Vorstandschaft stellte sich fast komplett wieder zur Wahl, nur die langjährige Jugendleiterin Katrin Stutz, sowie die beiden Kassiere gaben ihr Amt ab.
Schriftlich wurden der 1. Vorstand Michael Brandt, 1. Schriftführer Regina Rieder, 1. Kassier Peter Keilhofer, alle einstimmig gewählt. Per Handzeichen wurden Franz Rieder als 2. Vorstand, 2. Schriftführer Anna-Lena Hölzl, 2. Kassier Thomas Wildenhof und der 1. Fähnrich Anton Votz gewählt. Auch sie bekamen alle Stimmen der anwesenden 52 Mitglieder.
Mit dem Wunsch das das Tragen der Tracht sinnvoll bleibt schloss der neue und alte Vorstand die Versammlung mit dem Wahlspruch „Treu dem guten alten Brauch.“ Er wünschte allen eine stade, friedliche und erwartungsvolle Zeit, vor allem Gesundheit.
Foto: Die neu gewählte Vorstandschaft der Achentaler v. li.n.re.: Katharina Leitner
(Unterstützung Jugendarbeit), Andreas Graßl (Musikwart), Andreas Stutz (Jugendwart), Alexandra Rieder (Jugendwart), Florian Rehlegger (ausgeschiedener Kassier), Michael Votz (Unterstützung
Jugendarbeit), Katrin Thomae (Unterstützung Jugendarbeit), Peter Keilhofer (1. Kassier), Martha Suhrer (Beisitzer), Andreas Maltan (Beisitzer), Regina Rieder (1. Schriftführer), Franz Rieder (2.
Vorstand), Hansi Graßl (Kassenprüfer), Thomas Wildenhof (2. Kassier), Margit Puritscher (Beisitzer),Michael Brandt (1. Vorstand)
Es fehlen auf dem Foto: Anna-Lena Hölzl (2. Schriftführer), Sepp Beer (Kassenprüfer), Toni Votz (Fähnrich), Sophie Votz, Stefan Koll und Maria Gschoßmann (alle Beisitzer)
Dirndlvertreterin: Katrin Thomae (v. rechts), Vorplattler: Michael Votz (2. Reihe rechts),
stellv. Katharina Maltan (v. links), stellv. Michael Wegscheider (2. Reihe links)
Neuaufnahmen v. li. n. r.: Korbinian Gschoßmann, Michael Wegscheider, Lena Balthasar, Andreas Sieger, Angelika Zechmeister, Rosina Keilhofer, Johanna Scheul, Maximilian Stöckl und Vorstand
Michael Brandt.
Es fehlen auf dem Foto: Franziska Schwab und Dr. Mathias Irlinger
Der Trachtennachwuchs und die jungen Erwachsenen zeigten beim Vereinigungspreisplattln im Gebiet Berchtesgaden ihr Können
Als eine Art Fundament der Zukunft darf man die Buam und Dirndln der Vereinigten Trachtenvereine des Berchtesgadener Landes bezeichnen, die sich beim diesjährigen Vereinigungspreisplattln messen konnten. Für Sachverstand, Kontinuität und Spaß stehen aber auch, die Jugendleiter, Vorplatter und die jeweiligen Vereinsführungen, sowie die Eltern, die sich mit der Trachtensache identifizieren und ihre Kinder regelmäßig zu den Vereinsproben und Auftritten schicken.
So auch am letzten Sonntag, als man beachtenswerte Leistungen beim diesjährigen Preisplattln des Gebiet Berchtesgaden bestaunen konnte. Natürlich war die Aufregung bei den Kindern und den jungen Erwachsenen groß im Saal des Gasthauses Unterstein in Schönau am Königssee. Schließlich musste man sich ja nicht nur den Kammeraden der 9 Vereine stellen, sondern auch den 6 Preisrichten, denen keine Fehler entgingen. Konzentration, Haltung, Gespür für die Musik und die sauber getragene Tracht, all das musste auf die Minute genau passen, um eine möglichst gute Punktzahl zu bekommen.
Entsprechend groß war dann auch die Freude bei den Siegern in den einzelnen Altersgruppen. Aber nicht nur bei denen, auch bei den Verantwortlichen konnte man sich über 110 Buam und Dirndln, 15 Aktive und 8 Aktive Gruppen aus 5 Vereinen erfreuen. Sieger waren an diesem Herbstsonntag alle die dabei waren und sich für Tracht, Brauchtum und Tradition einsetzen und nicht zuletzt andere dafür begeistern. Auch an die Sponsoren, ohne die eine solche große Veranstaltung nur sehr schwer umsetzbar wäre, gilt ein großer Dank.
Ergebnisse:
Geplant war er als einmaliger Auftritt vor 2 Jahren, jetzt sind die Vereinigten Trachtenvereine des Berchtesgadener Landes von der Oidn Wiesn fast nicht mehr weg zu denken.
Bereits dreimal in Folge durften die aktiven Trachtlerinnen und Trachtler der 9 Vereine aus dem Berchtesgadener Talkessel bereits dabei sein. Historische Fahrgeschäfte, drei Festzelte und althergebrachte Volksfeststimmung zeichnen das Fest auf dem Gelände der Theresienwiese aus. Genau die richtige Plattform, um das Brauchtum unverfälscht einem interessierten Publikum zu präsentieren. In diesem Jahr begleitete die „Djudrischbei Musi“ den Tross ins Festzelt Tradition. Es begann mit einem kleinen Festzug über das Gelände der „Oidn Wiesn“. Dort konnte man die Dankbarkeit und die positive Erwartung der Besucher förmlich spüren. Danach ging es auf die Tanzfläche ins Festzelt und da das Wetter es gut meinte, natürlich gleich weiter auf die Außenbühne mit dem schönen Biergarten. Die Trachtentänze und Plattler wurden stehts mit großem Applaus bedacht. Um 18:15 Uhr endete der Festreigen und um 22:00 Uhr ging es mit dem Bus und schönen Eindrücken zurück nach Berchtesgaden.
Die Vereinigten Trachtenvereine des Berchtesgadener Landes e.V. veranstalteten einen Volkstanzkurs.
In lockerer Atmosphäre zeigte der erfahrene Vortänzer Sylvest Stöckl wie vielfältig die Chiemgauer Volkstanzkultur ist. Von „A wie Auftanz bis Z wie Zwiefacher“ gab es vieles zu erlernen. Beim Kranzl zum Abschluss im Gasthof Oberwirt in der Ramsau zeigten die Teilnehmer, was sie gelernt hatten. Organisiert wurde alles vom ersten Vorstand des GTEV D` Achentaler und Gebietsvertreter Michael Brandt. Den Kurs als auch des Kanzl leitete der Ramsauer Sylvest Stöckl. Unter den Teilnehmern waren Interessierte aus dem ganzen Berchtesgadener Talkessel. Einige beherrschten die Tänze schon und wollte ihr können nur auffrischen, andere waren Neueinsteiger. Volkstanz basiert auf den Grundformen Walzer, Polka und Dreher. Da die Schritte überwiegend leicht zu erlernen sind können auch die Neueinsteiger die Tänze schon bald aufs Parkett legen. Sylvest Stoeckl zeigte vor, die Teilnehmer tanzen nach und schon funktionierte es. Natürlich gab es noch den einen oder anderen Hinweis, etwa zur Tanzhaltung. Die Grundformen des Volkstanzes, auf die auch die bei uns sehr beliebten Tanzformen Boarischer und Zwiefacher zurückgehen, können noch durch spezielle Schrittfolgen und Tanzfiguren erweitert werden. So gibt es eine große Anzahl an Tänzen, wie Italiener, Siebenschritt, Sautanz, Kikeriki und viele weitere. Ganze 24 verschiedene Tänze studierten die Teilnehmer ein. Beim Volkstanz Kranzl zum Abschluss begrüßte zunächst Michael Brandt alle Tänzerinnen und Tänzer, er lobte nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität aller Kursteilnehmer. Ein besonderer Gruß galt den Musikanten von der Bergwasserl Musi, bei der auf der steirischen Ziach auch Gaumusikwart Markus Gromes mitspielte. Die Tanzfläche war reichlich mit weißem Tanzpulver eingestreut und so scherzte Michael Brandt an diesem heißen Spätsommerabend: "Es schaut aus als ist in der Ramsau schon der Winter eingezogen". Michael Brandt bedankte sich noch besonders bei Silvest Stöckl für die Leitung und zeigte sich begeistert von seinem Fingerspitzengefühl und der großen Erfahrung als Volkstänzer. Ohne ihn wäre so eine Veranstaltung gar nicht möglich gewesen. Dann spielte die Musik das Begrüßungsstück, zum Auftanz einen Marsch, und dabei ging es für die Tänzer eine Runde ins Freie. Nach den ersten 7 Stücken stimmte die Musi ein Prosit der Gemütlichkeit an und es gab eine kurze Tanzpause, danach folgten weitere Stücke. Die Tänzerinnen und Tänzer waren ständig in Bewegung und weil es recht heiß war im Dirndlgwand und Lederhose war das Kanzl eine schweißtreibende Angelegenheit. Nichtsdestotrotz hatten alle große Freude am Tanzen und so sollte es auch sein. Der Schwerpunkt lag nämlich nicht nur auf die historisch korrekte Ausführung der Tanzschritte, sondern auch auf Spaß und Geselligkeit.
„Eine großartige Gemeinschaftsleistung“
Über einen neu gestalteten Vorplatz am Vereinskaser bzw. Schützenstüberl können sich ab sofort die
Mitglieder der Achentaler und die Ramsauer Weihnachtsschützen freuen.
In vielen ehrenamtlichen Stunden haben die freiwilligen Helfer aus beiden Vereinen angepackt, um die umfangreichen Pflasterarbeiten in Eigenleistung auszuführen. Das alte Pflaster wurde dazu zunächst vollständig aufgenommen. Mit schwerem Gerät der Bereich großzügig ausgekoffert und von Grund auf neu aufgebaut, bis dann endlich das neue Pflaster seinen Platz fand und die Arbeiten abgeschlossen werden konnten. Eine hervorragende Leistung beider Vereine, die mit einer großzügigen finanziellen Spende vom Förderverein Ramsau e.V. und durch die Hilfe Ramsauer Firmen ermöglicht wurde, so dass hier von einer äußerst gelungenen
Gemeinschaftsproduktion gesprochen werden kann.
Vergelt´s Gott dafür!
Ansprechpartner: 1. Vorstand:
Michael Brandt,
Auf der Reiten 8, 83486 Ramsau,
Tel. 08657 / 983644, Handy: 0176 / 50977352, E-Mail: [email protected]